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01.09.2025
🚩«𝑱𝒖𝒏𝒊𝒐𝒓𝒊𝒔𝒊𝒆𝒓𝒖𝒏𝒈» – 𝐎𝐝𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐞 𝐯𝐢𝐞𝐥 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐅𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐛𝐫𝐚𝐧𝐜𝐡𝐞 𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧?
𝐈𝐧 𝐳𝐚𝐡𝐥𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐅𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐢𝐧𝐬𝐭𝐢𝐭𝐮𝐭𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐥𝐞𝐢𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫 𝐠ä𝐧𝐠𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬 𝐠𝐞𝐰𝐨𝐫𝐝𝐞𝐧: Erfahrene Mitarbeitende werden durch jüngere, günstigere ersetzt – ein Prozess, der als «𝑱𝒖𝒏𝒊𝒐𝒓𝒊𝒔𝒊𝒆𝒓𝒖𝒏𝒈» bekannt ist.
Was kurzfristig als effiziente Massnahme erscheint, kann langfristig erhebliche Risiken bergen – insbesondere in Bereichen wie 𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐂𝐨𝐦𝐩𝐥𝐢𝐚𝐧𝐜𝐞, wo Erfahrung nicht durch Tools oder Prozesse ersetzt werden kann – trotz KI: Einsatz von „𝑯𝒖𝒎𝒂𝒏-𝒊𝒏-𝒕𝒉𝒆-𝒍𝒐𝒐𝒑“ Modellen.
Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und der Druck auf Umsatzwachstum.
💡𝐃𝐢𝐞 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞: 𝐖𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞𝐧, 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐚𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠 – 𝐠𝐞𝐭𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐓𝐞𝐚𝐦𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠.
🔍 𝐄𝐢𝐧 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬: 𝐂𝐫𝐞𝐝𝐢𝐭 𝐒𝐮𝐢𝐬𝐬𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐞𝐠𝐨𝐬-𝐅𝐚𝐥𝐥
In den Jahren vor dem Zusammenbruch von Archegos senkte Credit Suisse (CS) massiv die Kosten – besonders in der Prime-Services-Sparte. Die Folge? 🚩𝐄𝐢𝐧 𝐝𝐫𝐚𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐮𝐬𝐭 𝐚𝐧 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠.
Zwischen 2015 und 2020 sank der Personalbestand bei Prime Services Americas um 44 %, auf Führungsebene sogar um 54 % bei Managing Directors und 33 % bei Directors. Ähnliche Entwicklungen waren in EMEA zu beobachten. 🚩𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐮𝐦𝐬𝐳𝐢𝐞𝐥𝐞 𝐛𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐣𝐞𝐝𝐨𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐯𝐞𝐫ä𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 – 𝐛𝐞𝐢 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐧𝐨𝐰-𝐡𝐨𝐰.
🚨𝐁𝐞𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬 𝐤𝐫𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡: 𝐀𝐮𝐜𝐡 𝐢𝐦 𝐑𝐢𝐬𝐤 𝐌𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐰𝐮𝐫𝐝𝐞 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐤 𝐠𝐞𝐬𝐩𝐚𝐫𝐭. Rund 40 % der Managing Directors im Risiko-Bereich verliessen CS zwischen 2019 und dem Archegos-Crash – die meisten davon unfreiwillig. Häufig wurden sie durch intern beförderte Führungskräfte ersetzt – mit spürbar weniger Erfahrung.
Der Begriff «𝑱𝒖𝒏𝒊𝒐𝒓𝒊𝒔𝒊𝒆𝒓𝒖𝒏𝒈» beschreibt dieses Phänomen treffend – und verdeutlicht, wie gefährlich rein kostengetriebene Entscheidungen in sicherheitskritischen Bereichen sein können.
💡Die Lektion: 𝐊𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬𝐞𝐧𝐤𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐚𝐫𝐟 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐟 𝐊𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐤𝐨𝐦𝐩𝐞𝐭𝐞𝐧𝐳 𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧!
👉 Ist das noch Effizienz – oder bereits eine strukturelle Schwächung?
Wie geht eure Organisation mit dieser Herausforderung um?
💡Wird Erfahrung heute noch genug wertgeschätzt – oder sehen wir hier ein systemisches Risiko?
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